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05.05.2010 | Finanz und Wirtschaft
Das privat gehaltene Milliardenunternehmen DKSH ist gut ins laufende Jahr gestartet. Im ersten Quartal 2010 nahm der Umsatz im Vorjahresvergleich um 8% zu. Der Betriebsgewinn des Spezialisten für Market Expansion in Asien stieg sogar um 25%. Für Jörg Wolle, CEO und VR-Delegierter, bleibt organisches Wachstum im Vordergrund. Dennoch freut er sich, dass eine Reihe von Akquisitionen, darunter das Handelshaus Hagemeyer-Cosa Liebermann, die taiwanesische Chiao Tai Logistics und der Vitaminanbieter Biolife in Malaysia, zusätzlichen Schub bringen.
2009 machte es sich bezahlt, dass DKSH vor allem in Asien und kaum im angelsächsischen Raum vertreten ist. Der Umsatz (brutto) nahm gegen den Trend im Welthandel 4,8% auf 8,6 Mrd. Fr. zu. Der fakturierte Umsatz (netto) stieg 1,6% auf 6,5 Mrd. Fr. Besonders gut lief die Sparte Healthcare. Die grösste Sparte Konsumgüter erlitt geringe Einbussen, ebenso der Bereich Performance Materials.
Wäre DKSH nur in Asien tätig, wäre auch der Gewinn gestiegen. Das Europageschäft schmälerte aber die Profitabilität, der Betriebsgewinn (Ebit) sank 14% auf 128 Mio. Fr. Der erstmals publizierte Gewinn erreichte 85 Mio. Fr. (3,4% weniger als 2008). Vom Gewinn werden laut Wolle in der Regel 25 bis 30% an die Aktionäre ausgeschüttet. Zu denen zählt neu der Ex- Präsident der Bankiervereinigung, Pierre Mirabaud, der Caroline Müller-Möhl einen Teil der Aktien abgekauft hat. DKSH gibt auch erstmals einen Hinweis zur eigenen Finanzstärke. 2009 stieg das Eigenkapital auf 925 (872) Mio. Fr. Auch nach der Serie von Zukäufen ist DKSH schuldenfrei und weist in der Bilanz nur wenig Goodwill aus. Konkrete Börsenpläne sind hinter der neuen Transparenz keine zu vermuten, wie Wolle durchblicken lässt.
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